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Prophetie im Alten Testament Geschichtlich und phänomenologisch betrachtet
Die Prophetie in Israel Um 165 v. Chr. Daniel Um 400 v. Chr. Joel 538 v. Chr. Ende des Exils Um 450 v. Chr. Maleachi 520 -518 v. Chr. Sacharja 520 v. Chr. Hggai 520 -518 v. Chr. Tritojesaja (Nachexilisch) 550 -540 v. Chr. Deuterojesaja (Exil) 593 – 573 v. Chr. Ezechiel (Exil) 597/587 v. Chr. Belagerung & Zerstörung Jerusalems Nach 587 v. Chr. Obadja Ca. 626 -587 v. Chr. Jeremia Um 630 v. Chr. Zephanja Um 600 v. Chr. Habakuk Um 650 v. Chr. Nahum Ca 740 -700 v. Chr. Micha 722 v. Chr. Untergang Israels Ca. 740 -701 v. Chr. Jesaja um 750 -725 v. Chr. Hosea um 760 v. Chr. Amos um 852 v. Chr. um 871 v. Chr. um 1004 v. Chr. um 1012 v. Chr. 926 v. Chr. Reichsteilung Elia beruft DavidsÜberwurf. Sicht späterer Zeit Er kündet David Nachfolger Bestand für die Elia ist zumindesttritt der Prophet Mantels Elischa zu seinem dauernden (1. Kön 19, 19 ff). Zur Zeit durch aus der Alten Testamentder bedeutendste der Vorschriftpropheten. Propheten werden im seines Natan auf. erst zu der Zeit genannt, als sie des Davidhauses an Amos ist Namen „Mein Gott ist Jahwe“ sein Programm: Elischa ist 7). schon in. Schülergemeinschaft, die zumindest gelegentlich zusammenkommt Er. Geschichte Israels seinemder erste (2. Sam Haupt einer wichtig waren. verkörpert (2. Kön. 2, 3 ff; 4, 1. 38 David Er scheint Ehebruch mit Batseba Prophetenjüngern die sog. Revolution „Geeifert auch, ichsogenannte Kön 19, 10. 14). mit jenen mit Hilfe eines Gleichnisses sich Er ist es habe der für Jahwe“ (1. gemeinsam u. a. ). nach dem Deskämpft während des(845 v. Chr. ) angeregt zu. Samuel und Ahasja geförderten Synkretismus Er. Als ersten israelitischen Propheten 12). selbst das Urteil sprechen Nordreich unter Ahab, Isebel bezeichnet werden. Jahweeiferers Jehu im lässt (2. Sam kann haben (2. Kön. 9). Schriftprophet. Oder gar der Vorherrschaft des Baalkultes für die Salomo (1. Kön. 1). des Jahweglaubens (vgl. z. B. Er beeinflusst die Nachfolge Davids zu Gunsten Ausschließlichkeit 2. Er war an der Entstehung des Königtums maßgeblich beteiligt, indem er Saul und Kön 18). Ihm folgen: später David salbte (vgl. in der Überlieferung 28). nach der er sich als Moses Nachfolger Elijas Bedeutung spricht sich 1. Sam 1 -3; 7 -16; aus, zum Ursprung des Jahweglaubens, zum Gottesberg, begibt und eine Theophanie erfährt (1. Kön 19). Dem Königtum besteht in der Prophetie ein kritisches Korrektiv.
Zu dem Begriff „Schriftpropheten“ v Der Begriff „Schriftpropheten“ ist missverständlich; denn die Propheten waren keine Schriftsteller, sondern Redner und Boten Gottes. v Ihre Worte wurden erst nachträglich gesammelt, schriftlich fixiert, z. T. überarbeitet, durch andere Worte oder Erzählungen ergänzt und zu einem Buch vereinigt.
Das Prophetenbuch Aus diesem Entstehungsprozess heraus erklärt sich, warum die Prophetenbücher den Charakter von langen, ungegliederten Texten mit merkwürdig unzusammenhängenden Gedankengängen tragen. v Die Sammlungen der Prophetenworte wurden später miteinander verbunden und um weiteres Traditionsgut ergänzt. v Daher gehen die Worte in den Prophetenbücher nicht allein auf den Propheten zurück, sondern dieser Grundbestand wuchs in einem langen, z. T. schwer zu durchschauenden Entstehungsprozess, aus dem die Prophetenworte erst wieder zu gewinnen und ihre ursprüngliche Situation zu rekonstruieren sind. v
Prophetenwort und spätere Redaktion v Prophetische Verkündigung wurde nicht zur Archivierung, sondern um ihrer Zukunftsbedeutung willen niedergeschrieben. v So lasen auch spätere Generationen die Sammlungen als für sie gültiges Gotteswort, deuteten mit ihnen die Gegenwart und blickten mit ihnen in die Zukunft. Ihre Deutung trugen sie in den Text ein.
Da die Zusätze in der Mehrzahl aus einer Zeit stammen, in der das vom Propheten angekündigte Unheil bereits eingetreten ist, haben sie ein völlig anderes Interesse als das ursprüngliche Prophetenwort. v So fragt die Redaktion nach dem Grund des Unheils. Sie sucht die Schuld des Volkes im Ungehorsam gegenüber dem göttlichen Gebot und versteht die Propheten jetzt als Bußrufer, deren Mahnungen ungehört verhallten. v
Unterschied: Aufgabe des Propheten und Sicht der Redaktion vom Propheten v Künden die Propheten eine unmittelbar bevorstehende Zukunft an, so stellt die Redaktion sie dar als vergebliche Warner.
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