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Oskar Kokoschka
Oskar Kokoschka ist ein österreichischer Maler, Grafiker und Schriftsteller des Expressionismus. Er wurde am 1. März 1886 in der Familie eines Handelsreisenden Gustav Josef Kokoschka im niederösterreichischen Pöchlarn an der Donau geboren. 1887 zog die Familie nach Wien um. Oscar Kokoschka besuchte die Staatsrealschule im Wiener Gemeindebezirk Währing. Seine frühesten Zeichnungen und Aquarelle stammen aus dieser Zeit. Von 1905 bis 1909 lernte er an der Kunstgewerbeschule in Wien. Einer seiner Lehrer war Gustav Klimt. Kokoschka wurde durch Werke Vincent van Goghs geprägt und lehnte bereits den zu jener Zeit noch vorherrschenden Jugendstil ab.
Von 1911 bis 1912 schuf er eine Serie von Lithografien. 1914 wurde Kokoschka Mitglied der Freien Sezession in Berlin. In diesem Jahr meldete sich Oscar im Ersten Weltkrieg als Freiwilliger und wurde schwer verwundet. Er überstand die Verletzungen und war 1916 als Kriegsmaler an der Isonzofront tätig. Im selben Jahr wurden zwei Litho-Zyklen von ihm veröffentlicht.
1931 kehrte er nach Wien zurück, hatte Ausstellungen in Paris und Wien. 1937 wurde der Oskar Kokoschka Bund in Prag gegründet, um dem Nazideutschen Kunstverständnis etwas entgegenzusetzen. Alle vierzehn Tage wurden Ausstellungen und Künstlerfeste veranstaltet. Neben Ausstellungen von „Entarteter Kunst“ veranstaltete er gemischte Ausstellungen von sudeten- und reichsdeutschen Künstlern. Auch eine Ausstellung „Freie Deutsche Kunst“ fand zusammen mit dem Pariser "Deutschen Künstler Verein" in Paris im Sommer 1938 statt. 1917 siedelte er nach Dresden über. 1919 bis 1926 hatte er eine Professur an der Kunstakademie in Dresden. Dann machte der Maler viele Reisen durch Europa, Nordafrika und um das östliche Mittelmeer, die ihn zu zahlreichen Städteporträts und Landschaftsbildern inspirierten.
1938 flüchtete Oskar Kokoschka nach Großbritannien, da seine Werke von den Nationalsozialisten als entartete Kunst diffamiert und aus den Museen entfernt wurden. Dabei wurden insgesamt 417 Gemälde konfisziert. Während seiner Zeit im Englischen Exil war Kokoschka aktives Mitglied der österreichischen Exilorganisation und einer der Vorsitzenden des Freien Deutschen Kulturbunds. Ab 1946 besaß er die britische Staatsbürgerschaft und führte seine ersten großen Ausstellungen nach dem Zweiten Weltkrieg in Zürich und Basel durch.
1953 gründete Kokoschka zusammen mit Friedrich Welz als „Schule des Sehens“ die Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg auf der Festung Hohensalzburg. 1953 machte Maler viele ausländische Reisen und stellte seine Werke in der Schweiz, Österreich und Japan aus. Im Jahre 1966 gewann er den Wettbewerb um das Auftragsporträt Konrad Adenauers für den Deutschen Bundestag.
Kokoschka starb am 22. Februar 1980 in der Schweiz. Nach seinem Tod wurde der Oskar. Kokoschka-Preis für Leistungen auf dem Gebiet der bildenden Kunst ins Leben gerufen. 1988 wurde eine Kokoschka-Stiftung gegründet.
Seine bedeutenden Werke sind in verschiedenen Galerien zu sehen: „Bildnis Herwarth Walden“ (Staatsgalerie Stuttgart), „Die Windsbraut“ (Kunstmuseum Basel), „Dresden-Neustadt“(Kunsthalle Hamburg), „Prag: Karlsbrücke“(Nationalgalerie Prag), „Der Hafen von Hamburg“ (Museum of Modern Art New York), „Ansicht der Stadt Köln vom Messeturm aus“ (Museum Ludwig, Köln). Kokoschka verfasste Essays und Gedichte, die Autobiographie „Mein Leben“ (1971). Sein Briefwechsel erschien ab 1984. Seine Dramen wurden in den 1990 er Jahren wieder vermehrt aufgeführt.


