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GERTRUD KOLMAR (1894 -1943) LEBEN UND WERK - bearbeitet von Krisztina Szabó -
Gertrud Kolmars Porträt
Das Geburtshaus in Finkenkrug
Gertrud Kolmars Leben
Gertrud Kolmar: ”Die Jüdin” /Fragment/
Gertruds Briefe zu ihrer Schwester 1939
Gertrud Kolmar: ”Fruchtlos” /Fragment/
Gertrud Kolmar: ”Wir Juden” /Fragment/
Gertrud Kolmar: ”An die Gefangenen” - Fragment -
Gertrud Kolmar: ”Im Lager“ - Fragment -
Gertrud Kolmar: ”Der Misshandelte” - Fragment -
Gertrud Kolmar: ”Bildnis Robespierres “ - Fragment -
Gertrud Kolmar: ”Abschied” /Fragment/
Gertrud Kolmar: "Nachruf” /Fragment/
Nelly Sachs: ”Die Hellsichtige”
EXILLIERATUR (1933 -45) - bearbeitet von Zsuzsanna Németh- Quelle: Die deutsche Exilliteratur 1933 -1945, Hrsg: Manfred Durzak, Reclam, Stuttgart, 1973
Unterschied zwischen Exilländern Asylländern • • isoliert ohne Kontakt mit anderen z. B: Dominikanische Republik (Hilde Domin) Indien (Willy Haas ) Kolumbien (Erich Arendt) • • • Kommunikationsmöglichkeiten Exilverlage künstlerische Zeitschriften z. B: Holland, Frankreich…
Unterschied zwischen Exilländern • Die Vereinigten Staaten nahmen die meisten Exilierten auf. → gilt als wichtigtes Exilland, aber • Die großen literarischen Zeitschriften des Exils sind in: → Amsterdam, Paris, Moskau und Santiago de Chile
Emigrationswellen 1. Welle: 1933 -Hitlers Machtergreifung, Bücherverbrennung • aufgefangen von europäischen Staaten, kaum überseeische Länder • nur vorübergehender Zustand, dachten die meisten • Österreisch, Tschechoslowakei, Holland, Belgien, Luxemburg, Frankreich 2. Welle: 1938 -Anschluß Österreichs, 1939 -Besetzung der Tschechoslowakei • Flüchtlinge auch aus Österreich und Tschechoslowakei • England, Palästina, Schweiz, Schweden, Spanien, Türkei, Rußland, USA, China 3. Welle: 1940 -Fall von Holland, Dänemark, Frankreich • Besonders aufgefangen von den USA und Südamerika (Mexico) aber auch Kanada, Neuseeland, Australien
Holland • 30. 000 deutsche Emigranten (100 Künstler), kurz nach 1933 Verlagshaus Allert de Lange und (Gerard de Lange) Querido Verlag (Emanuel Querido) • Monatschrift: „Die Sammlung” (Von September 1933 bis August 1935 ) • Unter der Leitung von Klaus Mann • „Die wir sammeln wollen, sind unter unseren Kameraden jene, deren Herzen noch nicht vergiftet sind von den Zwangsvorstellungen einer Ideologie, die sich selber <die neue> nennt…” • Den vertriebenen Autoren eine Veröffentlichungsmöglichkeit zu schaffen • Autoren wie: Alfred Döblin, Georg Kaiser, Heinrich Mann, Joseph Roth , Aldous Huxley, André Gide…
Palästina • 70. 000 deutschsprachige Juden zwischen 1933 -39 Palästina gewählt • „Heimkehrer ins Land der Vater” –keine Flüchtlinge Innenpolitische Spannungen -Britische Mandatsverwaltung -Spannung zwischen Arabern und Juden • • • Arnold Zweig ab 1934 (1948 desillunioniert nach Ost-Berlin zurück) „Orient” –unabhängige Wochenschrift (1942 -43) Max Zweig, Manfred Sturmann, Else Lasker-Schüler
Andere wichtige Exilverlage • • • Emil Oprecht in Zürich (gegründet 1925) seit 1933 Herausgabe von Arbeiten deutscher Emigranten Organisierte die Europa Verlags-Aktiensgesellschaft Eine Zweigstelle des Europa Verlags wurde 1938 in New York eingerichtet Bermann-Fischer Verlag etabliert sich 1936 in Wien später in Stockholm Wieland Herzfeldes Malik-Verlag flüchtete in die Tschechoslowakei (Prag) In Paris Willi Münzenbergs Editions du Carrefour Aurora Verlag war der bekannteste in den USA (Reinkarnation von Malik- Verlag seit 1945) Editorial el Libro libre in Mexico City wichtiger Exilverlag Amerikas, gegründet 1942 von Emigranten Der deutsche Staatsverlag in Engels verlegte seit 1933 deutsche Exilliteratur in der Sowjetunion
Emigrantenzeitscriften • Zürich-Maß und Wert • Paris-Das Neue Tage-Buch • Amsterdam-Die Sammlung • Moskau-Das Wort • Prag-Neuen Deutschen Blätter • New York-Aufbau • Wien-Die Neue Weltbühne
NELLY SACHS (1891 -1970) LEBEN - bearbeitet von Melinda Bedegi - Quelle: Nelly Sachs, mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten dargestellt von Gabriele Fritsch-Vivié, Rowolth Taschenbuch Verlag Gmb. H, Reinbek bei Hamburg, Februar 1993
- Berlin NW damals „Heimat des besseren Mittelstandes”-> hier ist NS zu Hause: Gedenktafel an Nelly Sachs' Geburtshaus in Berlin-Schöneberg, Maaßenstraße 12
Elternhaus, Kindheit, Schuljahren - Nelly war einziges Kind jüdischer Eltern in Berlin - mit der Mutter, Margarete Sachs, ist Nelly ständig zu Hause, was ihr Leben schon damals ausschlaggebend beeinflusst: sie muss sehr früh an die Bedürfnisse der Erwachsenen anpassen, was Nellys Introvertiertheit entwickelt - stammt aus Kaufmannsfamilien – Vater, Georg William Sachs, Geschäftsinhaber- und träger einer Gummiwarenfabrik:
- - - wegen der Nach-Innen-Gekehrtheit formiert sie schon relativ früh ihre eigenen inneren Bilder und Visionen -> ihre Kindergefühle wurden aber als „störend und lästig” empfunden -> daher ihre hochgradige Sensibilität der sehr tierliebende und musikalisch begabter Vater, den Nelly im Werk idealisiert , schenkt ihr Tiere als Gesellschaft -> NS beginnt sich mit den Tieren zu identifizieren -> e. g. das Reh, mehrfach im Werk erwähnt, wird zum Symbol ihrer einsamen Kindheit bei der kränklichen Mutter findet sie trotzdem Trost und Geborgenheit -> die kleine Nelly unterdrückt ihre eigenen Konflikte und konzentriert and die Nicht. Enttäuschung der Mutter -> Problem: das wahre Selbst wird somit eingeschränkt & die kindliche Symbiose nie ganz aufgelöst „In der Schule Angst, das Anderssein erkennen zu geben…” – so schrieb sie selbst über ihre Schulsituation im Werk Chelion -> sie erhält dann Privatunterricht & danach geht sie noch in die Höhere Mädchenschule sie malt noch und besucht noch eine Haushaltsschule in den letzten Schuljahren schrieb sie ihre ersten Geschichen wie z. B. Der Tod im Pfarrhof -> noch als eine Kinderarbeit eingestuft, aber man kann NS schon kennenlernen: ihre Stellungnahme zum Thema des mißhandelten Kindes, der Todesnähe und der Krankheit etc.
Begegnung und Krankheit
- - - nach der Beendigung der Schule verschweigt sie von 1908 -1910, aber die Erlebnisse dieser Jahren sind von tiefer, werkbestimmender Bedeutung <- sie verliebt sich heftig in einen Mann an einem Kurort mit 17 Jahren: diesen Mann kann sie nie mehr vergessen, nennt ihn „den toten Bräutigam” über diese Begegnung mit diesem Mann ist nicht vieles zu wissen; sie führte aber zur schweren psychischen und deshalb auch physischen Erkrankung des jungen Mädchens: sie verweigerte die Nahrung und sehr abmagerte -> dann wurde sie in ein Sanatoruim gesandt und seine Anorexie geheilt NS schreibt über diese Zeit der Verzweifelung, dass „kein Wort des Trostes ausreichte für ein furchtbares Erlebnis, nachdem ich nur noch da war, um jede Minute den Tod zu mir hinab zu beschwören. ” der geheime Mann löste aber NS von den Eltern los; sie scheiterte aber und kehrte ins Elternhaus zurück, was in sich selbst Scham und Schuldgefühle verursachte -> dieses Gefühl, diese Schuldfrage spielt eine sehr große Rolle im Leben und Werk der NS So hat NS immer mit der Liebe Schuld empfunden und diese als innerste Last mitgeschleppt: „Diese Lücke in der Liebeshandlung. Ausgehobene Fenster, durch die Schuld eingeladen wird. Während die Liebeshand das eigensinnige Haar streift, …” heißt es in den Briefen aus der Nacht die beiden Menschen waren aber das Ganze Leben in Verbindung, und diese Verbindung war der innerste Kern ihres Lebens - viele Briefe & Gedichte:
Die Zeit der ersten dichterischen Versuche (1920 -1933) - Gedichte in freier Form (siehe oben) und Sonette - Legenden und Erzählungen -> an Selma Lagerlöf gewidmet - Das ist gerade die Zeit des Angangs des Nationalsozialismus – Kontakt mit Gertrud Kolmar: Veranstaltungen des Jüdischen Kulturbundes - ihr Vater stirbt - sie interessiert sich für die Romantik (Themen wie Mittelalter, Gottessuche und Heiligtum/Mystik – Franz von Assisi, Hölderlin, Novalis), lernt Berliner Professoren/Lehrer, und dadurch ihre Schülerinnen kennen, die ihre geistigen Freundinnen werden -> Freundeskreis mit Gudrun Harlan & Anneliese Neff und Vera Lachmann -> bildet ein Gegengewicht zu der Einsamkeit ihres Daseins
Die Zeit des Krieges - Nelly bleibt mit ihrer Mutter in Berlin: sie führen ein unauffälliges Leben, eine Flucht ist anfänglich weder möglich noch nötig - Publikationsmöglichkeiten nur in jüdischen Zeitungen - ihr Geliebter wird ermordet - > dieses Ereignis macht die eigentliche Quelle ihres späteren Schaffens aus, für sie bedeutet das Leben nichts mehr -> ÜBERLEGUNGEN ZUR EMIGRATION für ihre Mutter - Flucht erst möglich mit dem letzten Flugzeug im Mai 1940 (nach dem Erhalten des Gestellungsbefehls in ein Arbeitslager) -> Leben unter Bedrohung: „Abgestoßen von dieser Kugel, in die Flucht, in das Dunkel, das Meer der Unsicherheit darein sich Abraham, der erste mit dem Stemmeisen der Sehnsucht warf. Wohin – dahin-. ” - -> ihre Religiosität: jüdisches Elternhaus, sie selbst aber hebt zwichen der Sucht nach Taufe und jüdische Religion – sie begreift aber später „ein jeder Mystiker kommt auf seinem eigenen Weg zu seinem Gott. ” -> das Gedicht Abram im Salz
Im Exil „Wenn man selbst einmal auf einer Flucht einen Stein gestreichelt hat, weil es das erste war, worauf man sich niederließ in einem freien Land – so hat man niemals mehr ein nahes Verhältnis zu allem, was nicht ganz direkt zum Dasein dient. „ -> Sachs’ Einstellung zu ihrem Leben im Exil. - sie bleibt in dem folgenden Haus in Stockholm bis zu ihrem Tod, dort ensteht ihr ganzes dichterisches Werk:
Ihre neue dichterische Sprache nach 1940 - einerseits knüpft sie dort an, wo sie in Berlin aufgehört hat: Erzählungen, Gedichtreihe wie Miniaturen aus Grunwald, Bergdorf in Schlesien - andererseits schreibt sie Werke, mit denen sie „Dichterin jüdischen Schicksals”werden wird – e. g. der Gedichtzyklus In den Wohnungen des Todes <äußere Einflüsse & innere Entwicklungen und Sternverdunklung - sie hat sich fürs Leben entschieden, also dem sicheren Tod entkommen - sie erfasst Worte als Lebensausdrücke <Auseinandersetzung mit dem Schwedischen, mit einer anderen Erfahrungswelt, einer anderen Sprache -> bestes Beispiel O die Schornsteine über das Grauen des Holocaust mit Worten für die
- Theodor W. Adornos Frage, ob man „nach Auschwitz” noch Gedichte schreiben kann, hat Sachs damit beantwortet - ihr Mutter stirbt in 1950 -> trifft sie psychisch schwer - schreibt aber weiter: Gedichtzyklus Und niemand weiß weiter; szenische Werke wie Eli. Ein Mysterienspiel vom Leiden Israels:
Preise
Weitere, spätere Werke - Landschaft aus Schreien, 1966 Teile dich Nacht, Gedichte 1971 Gedichte, 1977 Suche nach Lebenden, 1979 – nachgelassene Gedichte
NELLY SACHS – IHRE DICHTUNG - bearbeitet von Orsolya Katona Tomborné Quelle: Ehrhard Bahr: Nelly Sachs. München: Verlag Edition Text und Kritik, 1980.
Ihre Werke • • • Legenden und Erzählungen, 1921 In den Wohnungen des Todes, 1947 Sternverdunkelung, 1949 Eli, ein Mysterienspiel vom Leiden Israels, 1951 Und niemand weiß weiter, 1957 Flucht und Verwandlung, 1959 Fahrt ins Staublose. Die Gedichte. Band 1, 1961 Zeichen im Sand. Die szenische Dichtungen, 1962 Ausgewählte Gedichte, 1963
Auszeichnungen • Lyrikpreis des schwedischen Rundfunks 1958 • Lyrikpreis des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie 1959 • Meersburger Droste-Preis für Dichterinnen 1960 • Stiftung der Nelly Sachs Kulturpreis der Stadt Dortmund 1961 • Friedenspreis des Deutschen Buchhandels in Frankfurt am Main 1965 • Nobelpreis für Literatur 1966
Motive und Themen ihrer Dichtung Holokaust • Verdrängung des Lebensgefühls durch ein konstantes Todesbewusstsein • Perversion der Vernunft • Sprachlosigkeit • Bestialisierung des Menschen • Thema des Kindermordes • Flucht in den Wahnsinn • Zestörung des Zeitsinns
Unmenschlichkeit beschreiben • Frage der Übersetzbarkeit der Realität der Unmenschlichkeit in die Sprache der Kunst → Adorno • Gefahren: Verfälschung, Ästhetisierung, Sentimentalisierung Exil • ein alter Begriff der jüdischen Theologie; als biblische Exilerfahrung des jüdischen Volkes thematisiert • das absolute Exil der Seele • ~ nicht direkt verwendet: Abschied, Flucht, Wanderung, Heimweh, Wüste • Heimat: ein geistiges Jerusalem Israel • bezeichnet das biblische Land, das Gottesvolk • kein politischer, sondern religiöser Begriff • nach 1957 kommt in ihren Werken nicht mehr vor: Wendepunkt
Jüdische Mystik: Chassidismus und Kabbala Ihre Quellen: • Die Schriften von Martin Buber: Legenden, Epigramme und Anekdoten • Gershom Scholem: Die jüdische Mystik in ihrem Hauptströmungen(1957) • die Bewegung des Chassidismus, 18. Jh. • Stifterfigur: Israel Baal-schem-tow; ’Chassid’ = ’Fromme’ • Umwandlung der Kabbala des Mittelalters • Freude an Gott in der Welt; mystischer Enthusiasmus • Gott ist überall zu finden; das Böse ist Mangel am Guten • Gedichte: Chassidim tanzen; Eine Schöpfungsminute im Auge des Baalschem, Chassidische Schriften
• die spanische Kabbala, 13. Jh. • Gründer: Isaak Luria; ’Kabbala’= ’Tradition’ • ’Buch Sohar’= Buch des Glanzes’: Hauptwerk der älteren spanischen Kabbala • Potenzen der göttlichen Schöpfungscharakter = SEFIROT → 10 • SCHECHINA = der Welt einwohnender Gott = Israel im Exil → Sohar-Zyklus • Seelenwanderung: der Weg des Menschen zu Gott ist eine Umkehrung des Weges, auf dem er in die Welt gekommen ist
Universale Mystik • kennzeichnend für die Spätlyrik von 1961 bis 1970 • Mystik der ganzen Wert konvergiert; keine spezifische Tradition • mystisches Synkretismus: Mischung der Elemente der jüdischen, christlichen und buddhistischen Mystik • esoterische und hermetische Dichtung; Verselbständigung der Bildersprache • absolute Metaphern → absolute Poesie
Chor der Geretteten Wir Geretteten, Aus deren hohlem Gebein der Tod schon seine Flöten schnitt, An deren Sehnen der Tod schon seine Bogen strich Unsere Leiber klagen noch nach Mit ihrer verstümmelten Musik. Wir Geretteten, Immer noch hängen die Schlingen für unsere Hälse gedreht Vor uns in der blauen Luft Immer noch füllen sich die Stundenuhren mit unserem tropfenden Blut. Wir Geretteten, Immer noch essen an uns die Würmer der Angst. Unser Gestirn ist vergraben im Staub. Wir Geretteten Bitten euch: Zeigt uns langsam eure Sonne. Führt uns von Stern zu Stern im Schritt. Laßt uns das Leben leise wieder lernen. Unseren schlecht versiegelten Schmerz aufbrechen lassen Und uns wegschäumen – Wir bitten euch: Zeigt uns noch nicht einen beißenden Hund Es könnte sein, es könnte sein Dass wir zu Staub zerfallen Vor euren Augen zerfallen in Staub. Was hält denn unsere Webe zusammen? Wir odemlos gewordene, Deren Seele zu Ihm floh aus der Mitternacht Lange bevor man unseren Leib rettete In die Arche des Augenblicks. Wir Geretteten, Wir drücken eure Hand, Wir erkennen euer Auge Aber zusammen hält uns nur noch der Abschied, Der Abschied im Staub Hält uns mit euch zusammen.
HILDE DOMIN (geb. Löwenstein, verh. Palm) (27. 07. 1909 Köln-22. 02. 2006 Heidelberg) - bearbeitet von Anett Cserni -
Exilstationen • Italien (von 1932 bis 1939) • England (1939/1940) • Santo Domingo in den Antillen (von 1940 bis 1952) • USA (1953/1954)
Domins Lyrik • „Dichterin der Rückkehr” • Unerschütterliches Glauben an die Menschheit, an den Frieden und an die Gerechtigkeit • Ihre Lyrik lebt von eigenen Erfahrungen • Sie versucht dem Menschen Hoffnung zu geben, ohne dabei Angst zu haben, die Wahrheit zu sagen
• Sie hört auf die Stimme ihres Herzens, will nicht mit dem Strom schwimmen • Sie bevorzugt eine direkte Sprache • Sie vermeidet Adjektive, Adverbien und Euphemisierungen in ihren Gedichten • Der Mut und die Hoffnung wird das zentrale Thema bei ihr. • Ihre Gedichte sind durch eine starke Rhythmik bestimmt
• Häufige Setzung von Wiederholungen • Offene Dialogstruktur • Das Paradoxon prägt häufig die Gedichte • Literatur und Exil ist das Leitmotiv im Domins literarischen Schaffens
Erstes Lyrikband: „Nur eine Rose als Stütze” (1959) • Spannung zwischen Exil und Heimkehr • Wiederentdeckte Muttersprache (im Beruf der Deutsch-Dozentin) • Halt am fragilen poetischen Grundmotiv • Wiederentdeckung des Ich: „Und eine große Blüte stieg/ leuchtend blaß/ aus meinem Herzen” (1951)
Weitere Werke • Herbstzeitlose (Gedicht, 1955) • Ziehende Landschaft (Gedicht, 1955) • Wo steht unser Mandelbaum (Gedicht, 1957) • Rückkehr der Schiffe (Gedichte, 1962) • Hier (Gedichte, 1964) • Der Baum blüht trotzdem (Gedichte, 1999)
Auszeichnungen • 1972 Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf • 1976 Rilke-Preis • 1983 Nelly-Sachs-Preis • 1995 Literaturpreis der Konrad-Adenauer. Stiftung • 2004 Ehrenbürgerin der Stadt Heidelberg • 2005 Höchste Auszeichnung der Dominikanischen Republik
Hilde Domin: "Ausbruch von hier - Für Paul Celan, Peter Szondi, Jean Améry, die nicht weiterleben wollten" „Das Seil nach Häftlingsart aus Bettüchern geknüpft die Bettücher auf denen ich geweint habe ich winde es um mich Taucherseil um meinen Leib ich springe ab ich tauche weg vom Tag hindruch tauche ich auf der andern Seite der Erde Dort will ich freier atmen dort will ich ein Alphabet erfinden von tätigen Buchstaben”
Quellenangabe • Kindlers neues Literatur Lexikon, Kindler Verlag Gmb. H, München 1988, hgg. von Walter Jens, Band 4. S. 762 -763. • Metzler Autoren Lexikon, Verlag J. B. Metzler, Stuttgart, Weimar, 1994 S. 154 -155. • http: //www. judentumprojekt. de/persoenlichkeiten/liter/domin/ • http: //www. spiegel. de/kultur/literatur/0, 1518, 402623, 0 0. html • http: //www. freitag. de/1999/51/99511603. html
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