DIE HELDENSTADT UND IHRE HELDEN Eine der ältesten Städte Russlands, beschützte Smolensk oftmals das Land, so auch Moskau vor fremden Eindringlingen. Genau wie viele andere Städte der Sowjetunion hatte Smolensk die harten Prüfungen des Krieges gegen Hitlerdeutschland zu bestehen. Schon im Juli 1941 wurde es Frontstadt und es begann die grandiose Verteidigungsschlacht von Smolensk, die bis zum September 1941 dauerte. Diese Schlacht war eine wichtige Etappe bei der Durchkreuzung des hitlerschen Blitzkriegsplanes. Smolensk rechtfertigte seine historische Bezeichnung „Russlands Schutzschild“, „Schlüssel Moskaus“. Am 25. September 1943 befreite die Sowjetarmee die Stadt.
2 JAHRE DER OKKUPATION Zwei lange Jahre dauerte die Okkupation der Stadt. Aber Smolensk hat nicht kapituliert. Im Smolensker Gebiet waren 120 Partisanenabteilungen tätig und in der Stadt gab es illegale antifaschistische Gruppen. Sie unternahmen Kampfaktionen, befreiten Kriegsgefangene und informierten die Bevölkerung über die Lage an den Fronten. Nach der Befreiung war die Stadt ein Trümmerfeld. Von 8000 Häusern waren 7300 Ruinen und Aschenhaufen. Die Hitlerhorden hatten zahlreiche Kultur- und Kunstdenkmäler vernichtet. In der Stadt und ihrer Umgebung wurden über 135 000 friedliche Bürger und Kriegsgefangene erschossen und zu Tode gequält.
NIEMAND IST VERGESSEN, NICHTS IST VERGESSEN Die Smolensker vergessen die Heldentaten ihrer Landsleute und die Tausende getötete Einwohner der Stadt nicht. Zahlreiche Denkmäler, Mahnmäler und Gedenktafeln erinnern an eine der schwersten Seiten in der Geschichte unserer Stadt und unseres Landes. Jeder, der in den Park Readovka kommt, wo im Sommer und im Herbst 1942 über 3, 5 Tausend Menschen gemordet wurden, liest an dem Hügel der Unsterblichkeit die mahnenden Worte: „Menschen, solange Ihre Herzen schlagen, denken Sie daran, um welchen Preis das Glück erkämpft wurde – bitte denken Sie daran!“
DIE SMOLENSKER – DIE HELDEN DER SOWJETUNION In die Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges haben die Smolensker viele Heldenseiten eingeschrieben. 252 von ihnen wurde den Titel des Helden der Sowjetunion verliehen. Darunter – der siebzehnjährige Partisan Wladimir Kurilenko, Maria Oktjabrskaja, die nach dem Tode ihres Mannes einen Panzer erwarb, ihn „Kampfgefährte“ nannte und in ihrer eigenen Maschine gegen die Faschisten kämpfte, Anton Gubenko, der als erster sowjetischer Flieger ein feindliches Flugzeug rannte und Michail Jegorov, der am 30. April 1945 auf dem Reichstag die Siegesfahne hißte. M. Oktjabrskaja W. Kurilenko A. Gubenko M. Jegorov
ICH DENKE, ICH BIN STOLZ! Unsere Familie hat auch ihre Helden. Das sind meine Urgroßväter. Einer von ihnen ist der Generalmajor Ivan Gussev. Er nahm an der Befreiung von Polen und der Tschechoslowakei teil. Für das sachkundige Kommando, den Mut und das Heldentum, die er bei der Überquerung von drei Flüssen –der Desna, des Dneprs, des Pripjats - gezeigt hat, wurde ihm den hohen Titel des Helden der Sowjetunion verliehen. Ich bin auf meine Heldenheimatstadt, ihr Heldenschicksal und ihre Helden stolz! Alla Dmitratschkova