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Die Berliner Mauer war während der Teilung Deutschlands mehr als 28 Jahre lang ein Grenzbefestigungssystem, das alle drei Westsektoren Berlinsumschloss und diese von dem Ostteil der Stadt sowie der umgebenden Deutschen Demokratischen Republik (DDR) hermetisch abriegelte. Auf Weisung der DDR-Regierung errichtet, ergänzte sie ab 1961 die 1378 Kilometer lange innerdeutsche Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland, die bereits mehr als neun Jahre vorher „befestigt“ worden war, um den Flüchtlingsstrom zu stoppen. In der DDR wurde sie als „befestigte Staatsgrenze“ oder (propagandistisch) als „antifaschistischer Schutzwall“ bezeichnet (von Horst Sindermann geprägt). Hauptzweck war die Verhinderung der Flucht aus der DDR durch deren Einwohner, die dort als „ungesetzlicher Grenzübertritt“ (Republikflucht) unter Strafe stand.
Verlauf der West-Berliner (gelb) und Ost-Berliner (grau) Stadtgrenzen und Grenzübergangsstellen (Stand: 1989)
Im Sommer 1945 wurden Demarkationslinien zwischen den Besatzungszonen, die sogenannten „Zonengrenzen“ gezogen. Teilweise wurden Schlagbäume und weiß-gelbe Holzpfeiler errichtet sowie Farbmarkierungen an Bäumen vorgenommen. Es war nun eine Genehmigung erforderlich, um die Zonengrenze zu überschreiten, nur für Pendler und Bauern wurde ein kleiner Grenzverkehreingeführt. Auf Befehl der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) wurde in der SBZ eine Grenzpolizei aufgebaut, die am 1. Dezember 1946 erstmals aktiv wurde, Bestimmungen für den Gebrauch der Schusswaffe wurden erlassen. Für Reisen zwischen der SBZ und den Westzonen mussten nun Interzonenpässe beantragt werden. Erste Grenzanlagen wurden auf der Ostseite errichtet, insbesondere in Waldgebieten Stacheldraht-Hindernisse, an grenzüberschreitenden Straßen und Wegen Straßensperren.
Grenzkontrolle am Brandenburger Tor (Ost. Berliner Seite, August 1961)
Mauerbau Der 13. August 1961 ist symbolisch der „Tag des Mauerbaus“. Eigentlich wurde an diesem Tag nur die Sektorengrenze abgeriegelt. Als Grenzsicherung wurden an diesem und den Folgetagen an einigen Stellen Mauern gebaut, an anderen wurden Zäune aufgestellt und Stacheldraht gezogen. In der. Bernauer Straße im Bezirk Wedding standen z. B. Gebäude direkt auf dem Grenzverlauf, so dass der Bordstein zu West-Berlin gehörte, während der Bau auf Ost-Berliner Gebiet stand. In solchen Fällen wurden die Hauseingänge zugemauert. Die Bewohner gelangten nur über die Hinterhöfe zu ihren Wohnungen. In den Tagen nach der Abriegelung der Sektorengrenze kam es zu vielen Fluchtversuchen, die später durch z. B. den Zubau der Fenster, die sich an der Sektorengrenze nach West-Berlin öffneten, und den weiteren Ausbau der Grenzsicherungsanlagen erschwert wurden.
Mauerbau, Aufstellen von Betonblöcken (1961) Ein Volkspolizist und ein Kampfgruppenangehöriger sichern den Mauerbau (August 1961) Mauerbau (August 1961; Bundesarchiv)
Mauerfall Pressekonferenz mit Günter Schabowski am 9. November 1989 Die Berliner Mauer „fiel“ in der Nacht von Donnerstag, dem 9. November, auf Freitag, den 10. November 1989, nach über 28 Jahren ihrer Existenz. Die Vorbereitung einer von Seiten der DDR -Regierung kontrollierten Öffnung der Mauer begannen bereits im Oktober 1989: Walter Momper, damals Regierender Bürgermeister von Berlin, wusste nach eigenen Angaben seit dem 29. Oktober davon aus einem Gespräch mit Ost-Berlins SED-Chef Günter Schabowski und Ost-Berlins Oberbürgermeister Erhard Krack und traf seinerseits entsprechende Vorbereitungen für eine Öffnung der Mauer im Dezember 1989.
Mauerspechte brechen an der Mauer nahe dem Reichstagsgebäude Stücke heraus, Ende 1989 Dezember 1989: Blick durchs Loch nach Ost-Berlin Auf der Bösebrücke werden DDRBürger begrüßt, 10. November 1989
Maueropfer Über die Zahl der Mauertoten gibt es widersprüchliche Angaben. Sie ist bis heute nicht eindeutig gesichert, weil die Todesfälle an der Grenze von den Verantwortlichen der DDRStaatsführung systematisch verschleiert wurden. Die Berliner Staatsanwaltschaft gab im Jahre 2000 die Zahl der nachweislich durch einen Gewaltakt an der Berliner Mauer umgekommenen Opfer mit 86 an. Wie schwierig genaue Aussagen auf diesem Gebiet sind, wird auch dadurch deutlich, dass die Arbeitsgemeinschaft 13. August ihre Zahl der Mauertoten von 2000 bis 2004 von 238 auf 190 korrigiert hat. Auf der Flucht erschossen (Jimmy Fell)
Gedenken Zum Gedenken an die Opfer der Berliner Mauer wurden sehr unterschiedlich gestaltete Mahnmale errichtet. Kleinere Kreuze oder andere Zeichen des Gedenkens dienen der Erinnerung an erschossene Flüchtlinge. Sie befinden sich an verschiedenen Stellen der ehemaligen Grenze und gehen meist auf private Initiativen zurück. Ein bekannter Gedenkort sind die Weißen Kreuze am Spreeufer neben dem Reichstagsgebäude. Maueropfer, Ebertstraße in Berlin-Tiergarten
Freiheitsmahnmal Blaues Tor 1 − West. Tor Mauerdenkmal am ehemaligen Übergang Kirchhainer Damm (Lichtenrade/Mahlow) Mauer-Markierung am Nennhauser Damm (Staaken). Der Text ist immer von West-Berlin aus lesbar. Die Skulptur Leid an der Mauer wurde 1965 in Steglitz aufgestellt. Mauerreste an der Niederkirchnerstraße
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