e4333be3ea6e1810ef2ebdd25b23830a.ppt
- Количество слайдов: 14
Biopiraterie Grüße von der Spitze des Eisberges Protest in München 1: Protest in München 2: „Free the tree“ Cupuaçu wieder frei! Mai 2000: Juni 2005: Vandana Shiva und indische NGO erreichen Stop eines Patentes auf die Nutzung des Neembaumes. BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie und brasilianische Kampagne erreichen Streichung des Markennamens und stoppen Patentantrag > traditionelle Heilpflanze > traditionell genutzte Frucht > Verfahrenspatent > Patent plus Markeneintragung
Biopiraten. . . verschaffen sich mittels > Patenten > strengem Sortenschutz > und Warenzeichen einen exklusiven Zugang zu Nutz- und Heilpflanzen, auch zu ihren Teilen und Genen. . nehmen traditionelles Wissen und Züchtungsleistungen indigener Gemeinschaften in Anspruch. . sind Konzerne und Forschungseinrichtungen aus dem Norden, die vor allem die biologische Vielfalt des Südens ausbeuten.
Patenterteilungen und Vielfaltszentren USA 37, 5% Japan 37, 1% Länder des EPA 18, 9% Kanada 0, 6% Restl. Europa 1, 7% China 1, 1% Israel 0, 5% Alle anderen Länder 0, 7% Südkorea 0, 8% Australien 1, 2% Quelle: Zahlen von 1990 -95 nach Correa 2000 und Vavilov, eigene Darstellung
Biopiraterie nimmt zu. . . > Der Bedarf: hoher Druck auf „neue Märkte“, Vandana Shiva spricht vom „neuen Kolonialismus“, der „die Innenräume der Körper“ ausbeutet. > Die technischen Möglichkeiten: Biotechnologie und insbesondere Gentechnik machen`s möglich: von der Gensequenzierung bis zur Manipulation. > Die politischen Rahmenbedingungen: Ein umkämpftes Terrain - mit ungleichen Chancen. Internationale Abkommen und Institutionen machen Biopiraterie legal.
Biopiraten haben eindeutige Interessen:
Der Kampf um´s Saatgut
Landwirtschaft auf den Philippinen Primärsektor: 19 % BIP. Arbeitskräfte in der Landwirtschaft: 37 % 43 % der gesamten Landfläche landwirtschaftlich genutzt (12, 9 Mio ha). Bei Kokosnüssen und Kokosprodukten sind die Philippinen weltweit größter Produzent. Reis wird seit 1992 nicht mehr exportiert, sondern muss in manchen Jahren sogar importiert werden. Agrarerzeugnisse (2002; in 1. 000 Tonnen): Reis; 12. 684, 8; Mais: 4. 341, 1; Kokosnüsse: 13. 000, 0; Zuckerrohr: 25. 835, 0; Bananen : 5. 100, 0; Ananas: 1. 700, 0; ferner Mangos, Zitrusfrüchte, Kaffee,
Consultative Group on International Agricultural Research (CGIAR) - gegründet 1971 durch die Weltbank. Begleitet u. a. durch FAO und UNDP - Koordination internationaler Agrarforschungsarbeit - Armutsbekämpfung und Ernährungssicherheit - eigene Zucht- und Forschungsarbeit - Gendatenbank (->ohne Patentierung) CGIAR hat 58 Mitglieder (Regierungen und andere Org. ) und (derzeit) 15 Forschungszentren, die auch “Future Harvest Centres”. Active Future Harvest Centres Headquarters location International Center for Tropical Agriculture (CIAT) Cali, Colombia Center for International Forestry Research (CIFOR) Bogor, Indonesia International Maize and Wheat Improvement Center (CIMMYT) Mexico City, Mexico International Potato Center (CIP) Lima, Peru International Rice Research Institute (IRRI) Los Baños, Laguna, Philippines
Konflikte um das IRRI - die Sache mit der Grünen Revolution. . . - zu konzernnah? (Syngenta im Beirat) - Golden Rice: Große Chance oder fieser Gentec-Deal? - Gegenspieler Masipag: Erfolge mit Bioreis IRRI-Gelände in Los Banos, Philippinen - der Jasminreisfall
Biologische Vielfalt und geistiges Eigentum umkämpfte Terrains Internationale Abkommen - ein kurzer Überblick
UPOV – in Kürze Union Internationale pour la Protection des Obtentions Vegetale International Union for the Protection of New Varieties of Plants Internationales Abkommen über den Schutz neuer Pflanzensorten Definition Sorte: Unterschieden von anderen Homogen Stabil UPOV 1996 – 1978 Bauernprivileg Züchtervorbehalt Kein Doppelschutz wurde verschärft: UPOV 91 Bauernprivileg eingeschränkt (Nachbaugebühren) Züchtervorbehalt eingeschränkt Doppelschutz möglich (Patente!)
TRIPS Das TRIPS schließt ein Urheberrechte Markenrechte Layout integrierter Schaltkreise Patente! . . . TRIPS: “Blaupause” für nationale Patentgesetzgebung: > 20 Jahre Schutzdauer > Patentierung kaum verweigerbar Ausnahme: § 27. 3(b): Pflanzen und Tiere können ausgenommen werden. Mikroorganismen nicht. Es muss dann aber ein eigenes, anerkanntes Schutzsystem (sui generis) geben. Problem 1: Definition “Mikroorganismen” umkämpft Problem 2: alternative Schutzsysteme werden nicht anerkannt (z. B. Vorstoß OAU)
Gentechnik in der Landwirtschaft. . . Komplizin der Biopiraten! - Gentec-Saat ist patentierte Saat - Konzerne schließen Knebel. Verträge mit den Bauern ab (Kanada/USA) - Gentec-Saat erfordert enge „Zusammenarbeit“ zwischen Bauern und Konzernen -. . . ermöglicht „GURT“/ Terminator- Technologie
Die BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie * Seit 2002, offene Gruppe von Aktiven * Zeitung Kaperbrief ca. 2 x im Jahr als taz-Beilage und mehr * Ende 2005: Buch „Grüne Beute“ * Im Netz: www. biopiraterie. de * Arbeitsschwerpunkte: - Fälle konkret: Cupuacu - Bauernrechte beschnitten: Nachbaugebühren - Stoppt Terminator-Technologie * Aktionen: Segeln gegen Biopiraterie, Widerstand keimt auf, Naschen gegen Biopiraterie * Treffen: gemeinsam 2 Seminare/Jahr plus Einsteiger. Innen-Seminar. Weitere nach Schwerpunkten
e4333be3ea6e1810ef2ebdd25b23830a.ppt